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Freitag - 15.09.2017

Wichtiger Beitrag zum regionalen Strukturwandel

Bundespräsident Steinmeier besucht Bayer-Standort Bitterfeld

Bitterfeld, 13. September 2017: Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier besuchte heute im Rahmen der jährlichen Informations- und Begegnungsreise mit dem Diplomatischen Korps den Bayer-Standort Bitterfeld.

Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff und über 130 Diplomaten machte er sich ein Bild von dem erfolgreichen Strukturwandel in der Chemieregion Bitterfeld. Bayer hatte diesen Wandel mit der Gründung eines neuen Produktionsstandortes in Bitterfeld vor rund 25 Jahren stark vorangetrieben. Empfangen wurden die Gäste von Dr. Hartmut Klusik, Vorstandsmitglied der Bayer AG für die Bereiche Personal, Technologie und Nachhaltigkeit, sowie Dr. Dirk Waider, Vorstandsmitglied der Gelsenwasser AG.

Bei einer Rundfahrt durch den Chemiepark Bitterfeld-Wolfen überzeugten sich der Bundespräsident und die Diplomaten von der gewachsenen Präsenz internationaler Unternehmen in der Region. Wie sehr hochmoderne Technik die pharmazeutische Herstellung bei Bayer prägt, zeigte ein anschließender Rundgang durch die Produktionsanlagen. 

"Ohne diejenigen, die früh in den Neunziger Jahren ihr Verantwortungsbewußstein erkannt haben, wäre Vieles, was hier an Modernisierung, vor allen Dingen aber auch an Wiederaufbau von Arbeitsplätzen stattgefunden hat, gar nicht vorstellbar gewesen", so Bundespräsident Steinmeier. 

Hartmut Klusik unterstrich den Mut des damaligen Vorstandes. Mit der Großinvestition in die Errichtung des Standortes Bitterfeld kurz nach der deutschen Einheit hätte er gezeigt, was unternehmerische Verantwortung für Bayer bedeutet. Gleichzeitig bekräftigte Klusik das Bekenntnis von Bayer zum Standort. "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schreiben in Bitterfeld seit mehr als 23 Jahren eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. In der Zeit hat sich der Standort Bitterfeld kontinuierlich weiterentwickelt und ist heute ein sehr wichtiger Bestandteil unseres weltweiten Produktionsnetzwerkes für verschreibungsfreie Gesundheitsprodukte".

Zur Historie des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen und des Bayer-Standortes Bitterfeld 

Bereits seit 1883 erforschten und entwickelten Fachkräfte chemische Produkte und Verfahren in der Region Bitterfeld-Wolfen. Nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurde die Erhaltung des traditionellen Chemiestandortes zum politischen Ziel erklärt.

Am 8. Oktober 1991 beschloss der Vorstand der Bayer AG, ein neues Werk in der Region Bitterfeld zu errichten. "Die Bayer-Ansiedlung war ein Kraftakt für den Aufbau in Mitteldeutschland. Wir haben uns für Bitterfeld entschieden, weil wir zu Erhaltung des traditionsreichen Chemiestandortes beitragen wollen und es als einen wichtigen Bestandteil unserer unternehmerischen Verantwortung ansehen, neue Arbeitsplätze zu schaffen sowie am Aufbau in den neuen Bundesländern mitzuwirken", betonte der damalige Vorstandsvorsitzende Manfred Schneider zur Grundsteinlegung des Bayer-Standortes am 12. Oktober 1992. 

In der Folge entstanden vier neue und hochmoderne Produktionsanlagen für Methylcellulose, Lackharze, Ionenaustauscher und verschreibungsfreie Gesundheitsprodukte. Mit der Investition setzte Bayer ein Signal, das auch andere Unternehmen motivierte, sich in der Region niederzulassen und zu investieren. 

Durch Portfolioveränderungen wechselten die Chemiebetriebe am Bayer-Standort Bitterfeld in den Besitz anderer Unternehmen, während ein großer Teil des Betriebsgeländes sowie der Produktionsbetrieb für verschreibungsfreie Gesundheitsprodukte in Bayer-Hand verblieben. 

Seit 2013 ist die Gelsenwasser AG Betreiber des gesamten Chemieparks Bitterfeld-Wolfen.

Zur Informations- und Begegnungsreise mit dem Diplomatischen Korps

Der Bundespräsident richtet seit 1996 einmal jährlich eine Informations- und Begegnungsreise mit dem Missionschef des Diplomatischen Korps und der internationalen Organisation in eines der 16 Bundesländer aus. Ziel ist es, den ausländischen Diplomaten Deutschland und die Vielfalt der Regionen zu präsentieren.

 

siehe "Jobs & Karriere"