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Mittwoch - 14.12.2016

Naturwissenschaftlicher Unterricht für Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt

Bayer Stiftungen unterstützen Interationsprojekt für Flüchtlinge - Eröffnung der Projektwochen

Halle/Saale, Dezember 2016 –Mit finanzieller Unterstützung der Bayer Stiftungen entwickelte das Biodidaktische Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ein mobiles Unterrichtslabor zur wissenschaftlichen Weiterbildung von Flüchtlingskindern. Die Bayer Science and Education Foundation ermöglicht das Projekt mit 117.000 Euro für drei Jahre.

In einem restaurierten Wohnmobil werden Lehrende der MLU mit naturwissenschaftlichen Materialien in den nächsten Wochen auf Reisen gehen. Ziel des Mobiles sind die weiterführenden Schulen in Sachsen-Anhalt, in denen Flüchtlingskinder unterrichtet werden. Über den Zeitraum von jeweils einer Woche werden 14- bis 16-jährigen Schülern der sogenannten Willkommensklassen naturwissenschaftliche Lerninhalte im Science4Life Mobil vermittelt  und entsprechende Berufsbilder vorgestellt.

Heute beginnt die erste Projektwoche zum Thema „Der menschliche Körper“ an der Sekundarschule Kastanienallee in Halle/Saale. Unter Anleitung von drei Fachexperten der MLU werden in Seminaren und Workshops Wissen über Hygiene, Sexualität und Drogen vermittelt. Der Unterricht ist in Form von Versuchen besonders praktisch gestaltet, um eventuellen sprachlichen Schwierigkeiten der teilnehmenden Flüchtlinge entgegenzuwirken. Außerdem stehen geflüchtete Mitbürger als Sprachmittler zur Verfügung.  

„Mit diesem vorbildlichen Angebot zur Flüchtlingsintegration stellen sich engagierte Bürger den aktuellen Herausforderungen im Bildungs- und Sozialsektor“, sagte Thimo V. Schmitt-Lord, Vorstand der Bayer Stiftungen zur Eröffnung. „Damit verbessern sie gezielt Perspektiven von jungen und hilfsbedürftigen Menschen – wovon die Projektteilnehmer selbst genauso wie die Gesellschaft als Ganzes profitieren.“

Bayer Science & Education Foundation

Seit Programmstart 2007 wurden bundesweit bereits 468 Initiativen mit einem Gesamt-Fördervolumen in Höhe von rund 4,7 Millionen Euro unterstützt. Allein am Bayer-Unternehmensstandort Bitterfeld und Umgebung wurden bisher 17 Projekte mit rund 202.163 Euro ermöglicht.

Alle Förderprojekte zielen darauf ab, innovative Unterrichtskonzepte und begleitende Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche einzuführen, die den Regelunterricht attraktiver machen oder sinnvoll ergänzen. Insbesondere sollen sie dazu beitragen, bei Schülern den Spaß und das Interesse an Naturwissenschaften zu wecken, Talente frühzeitig zu fördern und die Berufswahlorientierung zu erleichtern. Vor allem werden wegweisende Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Bio- und Medizinwissenschaften im Schulförderprogramm des Bayer-Konzerns unterstützt.

Die Bayer-Stiftungen
Die Sozial- und Bildungsstiftung des Innovations-Unternehmens Bayer begreifen sich in besonderer Weise als Impulsgeber, Förderer und Partner für Innovationen an den Schnittstellen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und dem Sozialsektor. Im Mittelpunkt der Förderprogramme steht der Mensch – talentierte Schüler, aufstrebende Studenten oder renommierte Spitzenforscher, die sich für den Fortschritt in Gesundheits- und Ernährungsfragen einsetzen, und Bürger, die sich für das Allgemeinwohl und die Lösung sozialer Aufgaben engagieren. Die Fördertätigkeit der Stiftung ist ein zentraler Bestandteil des weltweiten gesellschaftlichen Engagements von Bayer, das jährlich rund 50 Millionen Euro beträgt – mit Schwerpunkten auf der Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung und Spitzenforschung, der Gesundheitsversorgung und der Befriedigung sozialer Grundbedürfnisse der Menschen im Umfeld der Unternehmensstandorte.

Nächster Bewerbungsschluss für das Schulförderprogramm ist der 9. Februar 2017. Bewerbung online und mehr Informationen unter  www.bayer-stiftungen.de

 

siehe "Jobs & Karriere"