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Donnerstag - 03.03.2016

Motto des Wettbewerbes: Neues kommt von Neugier

20 Jahre Jugend forscht bei Bayer Bitterfeld GmbH

Bitterfeld-Wolfen,  1. März 2016 – Die Bayer Bitterfeld GmbH organisiert seit 20 Jahren den Regionalwettbewerb Jugend forscht  Damit ist sie das dienstälteste Patenunternehmen in Sachsen-Anhalt. In 20 Jahren stellten 1242 Schülerinnen und Schüler insgesamt 777 Projekte vor. 133 Projekte qualifizierten sich bis 2015 für den Landeswettbewerb.  Ungefähr 50 Teilnehmer erreichten den Bundeswettbewerb, wo sie mit Platzierungen oder Sonderpreisen geehrt wurden. Darunter waren auch Teilnehmer und Preisträger bei weiteren Wettbewerben in Europa und in den USA. „Wir sind sehr stolz auf unsere jungen Talente, denen wir hier im Unternehmen eine Plattform für die Vorstellung ihrer Arbeiten bieten können.“, so Dr. Christian Schleicher, Geschäftsführer der Bayer Bitterfeld GmbH.

Auch in diesem Jahre kamen wieder 72 Jungforscher aus Schulen und Schüler fördernden Institutionen von Aschersleben,  Bitterfeld-Wolfen, Gräfenhainichen,  Gommern, Havelberg, Jessen,  Schulpforte, Halle und Staßfurt. Sie stellten sich mir 42 Projekten in sieben Fachgebieten der kritischen Bewertung durch eine Jury.  Die Jury setzt sich aus Lehrern, Wissenschaftlern und Vertretern von Institutionen und Unternehmen zusammen, die  auch zum großen Teil seit 20 Jahren mit Wissen, viel Freude und großer Achtung die Arbeiten bewertet. „Jede Arbeit ist uns wichtig. Sie zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler über ihren Unterrichtsstoff hinaus und während ihrer freien Zeit viel Interesse am Forschen haben“, so Wettbewerbsleiterin Christel Kreiling. 

Mathematik/Informatik und Physik in diesem Jahr die meist gewählten Fachgebiete

Im Fachgebiet Mathematik konnten Leonhard Schwager (18) und Jonas Lohmann (18) von der Landesschule Pforta  experimentell nachweisen, dass sich Gleichgewichtserkrankungen des Menschen mithilfe von posturograhischen Studien frühzeitig erkennen lassen. Dafür programmierten sie ein Künstliches Neurologisches Netz.

Schüler vom Stephaneum  Gymnasium Aschersleben befassten sich mit dem Bau von elektrischen Schaltanlagen und mit der Anwendung von Smart-Technologie.  Alexander Rauls (16)  und Johannes Tetzel (12) gaben mit Ihrer Arbeit einen Einblick in das Roboterbaulabor im Schüler-Institut SITI e.V. in Havelberg.

Im Fachgebiet Physik nahm zum Beispiel Alexandra Schrader (15), Georg-Cantor-Gymnasium Halle, das Schwingungsabbild verschiedener Instrumente mittels eines Computerprogramms auf und entwickelte daraus einen Binärcode.

Lucas Dammann (14) und Madeline Matthei (16) vom Paul-Gerhardt-Gymnasium Gräfenhainichen untersuchten die Temperaturabhängigkeit der Kapazität von Zink-Kohle-Batterien. Mit diesen Untersuchungen soll die Informationslücke in wenig aussagefähigen Datenblättern zu Batterien geschlossen werden.  

Andere Jungforscher untersuchten die Holographie, das Farbenspiel des Lichtes im Supermarkt oder Topfqualitäten im Zusammenhang mit Heizplatten auf die Erwärmung.

Biologie – immer ein beliebter Forschungsbereich

Im Fachgebiet Biologie stellten 12 Schülerinnen und Schüler ingesamt 7 Projekte aus. Das interessante Spektrum beleuchtete durch umfangreiche Untersuchungen die Fitness von Menschen, das Verhalten von Fischen im Winter, die Herstellung eines neuen Arzneistoffes, den Klimawandel, das Leben im Boden oder grüne Fleischfresser.  Die Projekte wurden in Gymnasien von Halle, Ascherleben, Jessen, Staßfurt und Schulpforte erforscht.

Chemie-Projekte in der Chemieregion um Bitterfeld

In der Chemieregion Bitterfeld mit großer Tradition werden besonders Projekte in diesem Fachgebiet erwartet. Benedict Pintat, ein örtlich bekannter Jungforscher,  befasste sich im Schülerlabor des Landkreises mit der Herstellung von Silber-Nanodrähten und deren Verwendung für transparente leitende Beschichtungen.  Weitere Jungforscher der Altersklasse „Schüler experimentieren“ gewannen Gold aus Kies oder untersuchten die chemische Beschaffenheit von Honig. Wie steht Baiser auch ohne Haushaltszucker,  der Gesundheit zu Liebe -  damit beschäftigten sich die Johannes und Tobias Schütze vom Gymnasium Gommern.    

Technik –  ein starkes Fachgebiet

„Ich bin immer überrascht,  welche kreativen Gedanken im Fachgebiet Technik umgesetzt werden“, sagte Dr. Christian Schleicher.  

Schülerinnen und Schüler aus dem Paul-Gerhardt-Gymnasium Gräfenhainichen, aus der Landesschule Pforta, dem Gymnasium Jessen und dem Gymnasium Stephaneum Aschersleben präsentierten sechs Projekte. Sie erfanden eine Fernsteuerung für eine Teleskopkuppel in der Schule,  untersuchten die Kupplungen von rechts- und linksläufigen Wärmepumpen oder gingen dem alten Menschheitstraum vom Fliegen nach.

John-Paul Brockmeier (11) und Maylo Gildo Henze (11) nutzten die Sonnenenergie zum Backen von Brötchen. Dazu bastelten sie einen Parabolspiegel, den sie aufgrund seiner Heizkraft als Bio-Ofen bezeichneten.           

Anja Hofmann und Magdalena Winkelvoß arbeiteten an einer Alternative zur effektiven Punktkühlung, die in Laboren verwendet wird. Dabei kamen Wirbelohren zum Einsatz.

Fachgebiete Arbeitswelt und Geographie – vom Wettbewerb nicht wegzudenken.   

Im Fachgebiet Arbeitswelt werden immer Projekte vorgestellt, die das Arbeitsumfeld oder den Schulunterricht verbessern oder sicherer machen sollen. Mit „UMIT-Projekten für den Grundschulunterricht“ stellten Jona Freundt (13) und Janek Mangelsdorf, (13) vom Schülerinstitut SITI e.V.  die Möglichkeit des technischen Unterrichts an Werkzeugen im Schülerinstitut vor.  Hier können handwerkliche Fähigkeiten erlangt werden. Ein anderes Angebot zur Verwirklichung von Ideen in der virtuellen Welt der Schüler ist die Möglichkeit des Einsatzes von Minecraft im Unterricht.

Vergessen wir keinesfalls die Hygiene!  Drei Schülerinnen vom Georg-Cantor-Gymnasium vergleichen die Qualität von Toilettenpapier.

Paul Otto (17), Freya Huck (18) und Henrik Hercht (17)  erarbeiteten ein Projekt am Fraunhofer Institut. Sie machten Schäden an faserverstärkten Kunststoffen durch Einsatz einer einfachen Idee sichtbar.    

Im Fachgebiet Geographie betrachten die Jungforscher oft das Umfeld in ihren Lebensräumen. So untersuchte Corinna Specht (16) die Haldenlandschaft bei Hettstedt, hervorgegangen aus der Gewinnung von Kupfer, auf eventuelle Nachnutzung. Martin Rauch (12) baute die Topographie von Landschaften nach, um den Unterricht zu bereichern. Lisa Marie Spindler (16) und  Martin Schoofs erforschten den Einfluss der städtischen Grünflächen auf das Klima der Stadt Halle.   

„Die Leistungen der jungen Menschen, die hier in Bitterfeld ihre Arbeiten präsentieren, sind sehr beachtlich. Sie machen deutlich, mit welcher Begeisterung Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Forschung betreiben und zeigen auf, wie wichtig eine nachhaltige Förderung mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts ist. Wir sind stolz, auf den 20. Wettbewerb hier in Bitterfeld. “, erklärte Dr. Christian Schleicher, Geschäftsführer der Bayer Bitterfeld GmbH. 

Neben der Bewertung der jeweils drei besten Arbeiten in sieben Fachgebieten im Rahmen des „Jugend forscht“– Wettbewerbs werden Sonderpreise für Umwelt-Themen vergeben. Dr. Schleicher verleiht den Preis der Bayer Bitterfeld GmbH. Weitere Sonderpreise erhalten eine langjährig aktive Schule im Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ und ein verdienter Lehrer.

      

siehe "Jobs & Karriere"